Militärische Konflikte, Terrorismus und organisierte Kriminalität

Tony Special Forces - Romania 094

Tony Special Forces – Romania 094 (Photo credit: Wikipedia)

Militärische Konflikte sind in Europa zur Zeit nahezu unvorstellbar. Im Zug der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich seit 2008 aber soziale Spannungen in Europa verschärft:

Ist soziale Sicherheit gefährdet oder nicht mehr gewährleistet, resultieren daraus soziale Spannungen in der Gesellschaft, die wiederum Staat und Gesellschaft destabilisieren, entzweien und dabei gewaltsame innere Unruhen auslösen können.

Auch klassische Kriege in Europa sind nicht für alle Zukunft gebannt:

  • Im nahen und mittleren Osten gibt es zwischenstaatliche Spannungen, die nicht nur örtlich latente Kriegsgefahr bedeuten sondern aufgrund ihrer politischen Beschaffenheit bei Kriegsausbruch den ganzen Weltfrieden bedrohen könnten.
  • Raketentechnologie in den Händen kriegsgefährdeter Nationen könnte Europa bedrohen, besonders Interkontinentalraketen mit atomaren, chemischen oder biologischen Gefechtsköpfen.

Terroristische Organisationen stellen seit Jahrzehnten eine permanente Gefahr für das Leben in Europa dar: Waffen, Sprengstoffe, radioaktive Substanzen, chemische Kampfstoffe und Krankheitserreger in ihren Händen könnten jederzeit Katastrophen verursachen, wie sie nur als Kriegsszene vorstellbar sind. Terroranschläge sind grundsätzlich jederzeit möglich.

Korruption und organisierte Kriminalität stellen in Europa allem voran eine Bedrohung unserer Kultur und unserer zivilisierten Gesellschaftsform dar. Sie bedrohen Integrität, Funktion und Verlässlichkeit von Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Sie zerstören Zivilisation und Kultur:

  • Die organisierte Kriminalität verbreitet gesundheitsgefährdende Suchtstoffe wie Heroin oder Kokain und diverse andere gefährliche synthetische Stoffe. Durch die nachhaltige Schädigung der Gesundheit zahlloser Individuen, darunter viele Jugendliche, schädigt die organisierte Kriminalität die Gesundheit der Gesellschaft und damit die Volkswirtschaft.
  • Organisierte Kriminalität handelt mit Menschen und Waffen. Illegaler Waffenhandel bringt Waffen auch dort in Umlauf, wo ihr Besitz gefährlich ist. Illegaler Waffenbesitz bedroht Sicherheit, Unversehrtheit und Leben von Menschen. Illegaler Waffenbesitz bedroht und tötet. Menschenhandel benötigt illegale Waffen, um zu blühen. Menschenhandel beraubt Menschen ihrer Menschenrechte. Menschenhandel versklavt Menschen.
  • Korruption auf allen Ebenen von Gesellschaft, Politik, Behörden, Justiz und Wirtschaft dient als Toröffner der organisierten Kriminalität.
    Beispielsweise auch der strafrechtlich scheinbar harmlose Erwerb und Konsum auch weniger gefährlicher illegaler Suchstoffe wie Marihuana aus ausländischer Produktion führt der international organisierten Kriminalität finanzielle Mittel zu.

Innerstaatliche Kriege wie der 2006 in Mexiko offiziell ausgerufene „Drogenkrieg“ mit rund 47’500 Todesopfern in den Jahren 2007 bis 2011 sind für Europa derzeit genauso wenig vorstellbar wie klassische Kriege. Aber der mexikanische Staat steht mitten in einem militärischen Krieg gegen paramilitärisch strukturierte und terroristisch operierende organisierte Kriminalität.

Armut ist weltweit einer der stärksten Nährböden nicht nur für innere Unruhen eines Landes sondern auch für organisierte Kriminalität, politischen Extremismus, religiösen Fanatismus und in letzter Konsequenz Terrorismus:

  • Armut öffnet auch in Europa einer deliktischen „Schattenwirtschaft“ von Einbruch, Diebstahl, Raub, Betrug, Erpressung, Schmuggel, Waffen-, Drogen- und Menschenhandel sowie Hehlerei und anderen kriminellen Händeln das Tor. Denn diese Wirtschaft ernährt ihre Fuss-Soldaten in Europa wie international.
  • Geistige Nährböden für Terrorismus sind politischer Extremismus und religiöser Fanatismus, beide besonders kräftig im Klima von Armut und geringer Bildung. 
  • Die Abhängigkeit terroristischer Organisationen von finanziellen Mitteln zwingt sie, sich diese Mittel trotz Armut zu beschaffen, beispielsweise durch organisierte Kriminalität. Somit ist auch Terrorismus ein Nährboden für organisierte Kriminalität. Extrem gewalttätige organisierte Kriminalität, wie sie im Drogenkrieg in Mexiko zu beobachten ist, greift wiederum auf terroristische Methoden zurück, die sich von jenen politisch oder religiös motivierter terroristischer Organisationen kaum unterscheiden. Mit unermesslichem Schaden für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Organisierte Kriminalität und Terrorismus gehen Hand in Hand.

Bildung und Arbeit sind die Schlüssel im Krieg gegen Armut. Arbeit braucht Bildung. Armut aber verhindert Bildung und ist somit der grösste Feind der Arbeit. Die resultierende strukturelle gesellschaftliche Armut erhält Arbeitslosigkeit und verhindert Bildung. Bildung wiederum ist der Schlüssel im Kampf gegen strukturelle Armut. Bildung ist deshalb der Hauptschlüssel im Krieg gegen Armut. Bildung ist ein Schlüssel aber auch im Krieg gegen Extremismus und Fanatismus.
Bildung erfordert Bildungsinstitutionen mit Zugang für alle Menschen. Armut und religiöser Fanatismus jedoch schliessen Bildungsinstitutionen. Armut und Fanatismus fördern dadurch Extremismus, Fanatismus und damit wieder Terrorismus.

Bildungsinstitutionen für alle Menschen trotz Armut sind deshalb das Schlüsselkonzept im Kampf gegen Armut und damit gegen Kriminalität, Extremismus, Fanatismus und Terrorismus.

Feldstechers Blog wirft über die Landesgrenzen hinaus ein Auge auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Hintergründe möglicher und bestehender militärischer Auseinandersetzungen und terroristischer Aktivitäten. Ebenfalls von Interesse ist die organisierte Kriminalität.

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